Regierungscontrolling

Modell der gesamtpolitischen Steuerung

Im Modell der gesamtpolitischen Steuerung werden zwei auf einander abgestimmte Kreisläufe unterschieden:

Der erste Controllingkreislauf beginnt mit den langfristigen Zielen des Kantons. Um ein langfristiges Ziel zu erreichen, nehmen die Verwaltungseinheiten bestimmte Aufgaben wahr. Um diese Aufgaben zu erfüllen, erbringen sie Leistungen. Diese Leistungen wiederum entfalten bestimmte Wirkungen. Der Kreislauf der langfristigen Ziele wird geschlossen, indem der Beitrag der Wirkungen zum Erreichen der langfristigen Ziele beurteilt wird. So kann am Ende beurteilt werden, wie sinnvoll und wirksam die erbrachten Leistungen sind.

Die eigentliche Beurteilung des Erreichens der langfristigen Ziele auf einer Outcome-Ebene (das heisst mit Blick auf die ganze Gesellschaft) fliesst als Stärken und Schwächen in die Lagebeurteilung ein. Stellt man in der Lagebeurteilung besondere Herausforderungen fest, so kann eine strategische Zielsetzung, ein Legislaturziel hergeleitet werden.

Nun sind wir im zweiten Controllingkreislauf der Legislaturziele. Dieser behandelt den Handlungsbedarf, der zusätzlich zur laufenden Tätigkeit besteht. Die Legislaturziele werden von den Verwaltungseinheiten durch sogenannte Entwicklungsschwerpunkte umgesetzt. Die Massnahmen entfalten bestimmte Wirkungen. Der Kreislauf der Legislaturziele wird geschlossen, indem der Beitrag der Massnahmen zur Zielerreichung beurteilt wird. Darüber hinaus kann die Zielerreichung beurteilt werden.

Die Finanzierung der Umsetzung erfolgt mittels Globalbudgets an die Leistungsgruppen.

Die im Modell enthaltenen Felder erscheinen in den Instrumenten des Regierungsrates als Rubriken und erlauben den politischen Entscheidträgern ein durchgängiges Controlling.