Unterrubriken
Sie befinden sich derzeit auf folgender Seite:
Kommunikation
Evaluation der Kommunikation für Regierungsrat und kantonale Verwaltung 2010
Situationsanalyse
Gemäss Ziffer 11 der Leitlinien zur Information und Kommunikation des Regierungsrates überprüft der Regierungsrat seine Information und Kommunikation auf ihre Wirkung hin. Einmal pro Legislatur wird deshalb eine Evaluation durchgeführt, erstmals 2010. Die Kommunikationsabteilung des Regierungsrates hat zwischen April und August 2010 die Evaluation ausführen lassen.
Das Ergebnis der Evaluation liegt in einem Bericht über die Evaluation der Kommunikationsleistung des Regierungsrates des Kantons Zürich vom 9. Juli 2010 vor. Dieser schliesst eine Situationsanalyse mit ein. Die beauftragte Agentur gfs-zürich verwendete für die Erhebung die Methode der qualitativen Befragung. Die Befragung von Stakeholdern (den wichtigsten Zielgruppen der Kommunikation des Regierungsrates) wurde auf der Grundlage einer eher tiefen Grundgesamtheit durchgeführt. Eine quantitative Umfrage hätte einen wesentlich höheren Mitteleinsatz nötig gemacht.
Aus der Evaluation ergaben sich folgende Resultate:
- Die Zufriedenheit der Stakeholder mit der Informations- und Kommunikationsleistung und insbesondere mit den Informationsprodukten des Regierungsrats und der kantonalen Verwaltung ist insgesamt gut. Die Informationen werden weiterhin in dieser Form gewünscht.
- In Teilaspekten der Kommunikation zeigt die Befragung Verbesserungspotenzial auf. Über die gesamte Befragung hinweg und bei allen Stakeholdergruppen wurden in folgenden Bereichen Anregungen zur Optimierung geäussert:
2.1. Bessere Wahrnehmung des Regierungsrates Die Kommunikation wird als uneinheitlich bezeichnet, der Regierungsrat wird nicht als Gesamtgremium, sondern nur über seine einzelnen Mitgliedern wahrgenommen. Erhöhtes Augenmerk soll auf mehr Volksnähe gelegt werden. Gemäss der Expertenbefragung ist weitgehend unbekannt, wer gegenwärtig die Regierungspräsidentin oder der Regierungspräsident ist. Gerade weil der Kanton Zürich aber sehr heterogen ist, könnte die Regierungspräsidentin oder der Regierungspräsident eine Integrationsfunktion übernehmen und der Führung des Kantons so ein Gesicht geben.
2.2. Direkte Kommunikation und klare Stellungnahmen Der Wunsch, dass die Prozesse der Regierungstätigkeit verständlicher gemacht und klarere Stellungnahmen abgegeben werden, wird häufig geäussert.
2.3. Bedürfnisse spezifischer Zielgruppen
Medienschaffende wünschen, dass bei Medienkonferenzen mehr auf die Bedürfnisse der elektronischen Medien eingegangen wird.
Führungspersönlichkeiten aus der Wirtschaft schätzen den direkten, offenen Kontakt mit dem Zürcher Regierungsrat. Sie würden die direkten Aussprachen gerne häufiger durchführen.
2.4. Mehr Präsenz im Fernsehen und im Radio
Aufgrund der Ergebnisse der Stakeholderbefragung ist der Regierungsrat im Fernsehen, teilweise auch im Radio, zu wenig präsent.
Anpassung der Ziele
Die Leitlinien zur Information und Kommunikation des Regierungsrates bezeichnen vier Hauptzielgruppen: die Zürcher Gesamtbevölkerung, die Medien, den Kantonsrat sowie andere Kantone/Bund/Grenzregionen und die Zürcher Gemeinden. Die Leitlinien nennen im weiteren verschiedene Ziele der Information und Kommunikation des Regierungsrates.
Aufgrund der Ergebnisse der Evaluation drängt es sich auf, die in den Leitlinien aufgeführten Ziele durch zwei Ziele zu ergänzen und entsprechende Massnahmen zur Zielerreichung zu treffen.
Erstes Ziel: Gesamtbevölkerung vermehrt ansprechen
Massnahmen:
Die Mitglieder des Regierungsrates sind vermehrt präsent. Ausgewählte Berichte, Fotos finden Aufnahme auf der Kantonswebsite.
Die Mitglieder des Regierungsrates sind die ersten Botschafter kantonaler politischer Themen. Indem der Regierungsrat die Themenführerschaft in politischen Kernanliegen übernimmt, wird die kantonale Ebene verstärkt sichtbar gemacht. Der häufig als anonym wahrgenommene „Kanton“ bekommt so mehr Konturen. In der nächsten Legislatur soll die Zielgruppe „Gesamtbevölkerung“ vermehrt angesprochen werden, weil sich dort das grösste Optimierungspotenzial gezeigt hat. Da dieses Ziel mit den bisher verfolgten Kommunikationsmassnahmen nicht zufriedenstellend erreicht wurde, müssen inskünftig neue oder angepasste Kommunikationswege eingeschlagen werden.
Zweites Ziel: Grössere Verbreitung kantonaler Themen
Massnahmen:
Es wird ein Angebot auf Social-Media-Kanälen – Live-Streaming für Medienkonferenzen, interaktiven Angeboten, aktuellen Fotos, Filmbeiträgen und Kurzinterviews usw. – aufgebaut. Ein Grundangebot im Internet in englischer und französischer Sprache wird zur Verfügung gestellt.
Damit die Wahrnehmung des Standorts Zürich auch für Nicht-Deutschsprachige verbessert wird, soll ein Grundangebot der Internet-Inhalte in Englisch und Französisch zur Verfügung gestellt werden.
Planung der Kommunikation für Regierungsrat und Verwaltung 2011-2015
Dem neuen Informationsverhalten der Bevölkerung (80% nutzen das Internet regelmässig) ist Rechnung zu tragen und mit neuen Instrumenten eine grössere Verbreitung kantonaler Themen anzustreben. Folgende Gründe sprechen dafür, dass sich Regierungsrat und Verwaltung auf eine stärkere interaktive Kommunikation ausrichten:
Social Media unterstützen die Ziele von E-Government bei der Optimierung von Prozessen:
- Aufgaben mit partizipativen Elementen (z.B. Vernehmlassungen oder Mitwirkung bei staatlichen Aufgaben)
- Verbesserte Erschliessung und Erreichbarkeit der Bevölkerung für spezifische Angebote (Hinweis auf Versand der Abstimmungsunterlagen und Aufruf zur Stimmabgabe)
- interne und externe Zusammenarbeit (Informationsaustausch von und mit Expertinnen und Experten).
Für die kantonale Verwaltung bedeutet eine Teilnahme an Social-Media-Angeboten einen grossen Schritt. Die neuen Kanäle sollen daher zurückhaltend benützt werden. In einer Pilotphase sollen verschiedene Möglichkeiten im Social-Media-Bereich getestet werden. Nach der Pilotphase müssen die Erfahrungen ausgewertet werden.
Um sich auf den neuen Kommunikationskanälen sicher und adäquat zu bewegen, sind eine kontinuierliche Bewirtschaftung und Authentizität unabdingbar. Ziel muss sein, die Glaubwürdigkeit der kantonalen Stellen und die Bereitschaft zum offenen Dialog auch im Social-Media-Bereich aufrecht zu erhalten.
Nächste Evaluation der Information und Kommunikation des Regierungsrates 2014
Die Kommunikationsabteilung des Regierungsrates wird anfangs des vierten Jahrs der kommenden Legislatur (2014) erneut eine Evaluation der Information und Kommunikation des Regierungsrates durchführen. Der Regierungsrat bestimmt Umfang und Methode der Evaluation 2014.
Den Regierungsratsbeschluss finden Sie unter www.rrb.zh.ch.
