Der Kanton Zürich bleibt aktiv in den sozialen Medien

12.07.2012 - Medienmitteilung

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Der Regierungsrat will dem neuen Informationsverhalten der Bevölkerung (80 Prozent nutzen das Internet regelmässig) Rechnung tragen und beauftragte die Staatskanzlei, in einem Pilotversuch den Auftritt in den sozialen Medien zu erproben. Die Aktivität der kantonalen Verwaltung auf den Plattformen der sozialen Medien wurde im Versuchsjahr stark beachtet: Im Vergleich mit anderen Kantonsangeboten bewegt sich der Kanton Zürich in einer aktiven Spitzengruppe. Der Regierungsrat hat nach dem Versuchsjahr entschieden, die Auftritte in einen definitiven Betrieb mit entsprechenden Rahmenbedingungen überzuführen und Social Media-Guidelines zu erlassen.

Ein immer grösserer Teil der Bevölkerung, insbesondere auch viele Stimmberechtigte, sind auf den Plattformen der sozialen Medien anzutreffen, - für die öffentliche Verwaltung ist es deshalb naheliegend, den Kontakt mit ihnen dort zu suchen, wo sie ohnehin schon sind. Ziel des Pilotversuchs war es, diese Gruppen zu erreichen. Attraktiv für die Verwaltung sind die Möglichkeiten der Variation: Die Informationen können statisch als Text angeboten werden, mal verlinkt, mal vertont oder bewegt. Zwar werden in den sozialen Medien die Formen unverkrampfter, direkter, interaktiver, aber die Qualität muss auch hier gewährleistet sein.

In der kantonalen Verwaltung werden Facebook und Twitter seit März 2011 als Pilotbetrieb bewirtschaftet. Die im Schlussbericht ausgewerteten Erfahrungen, eine Umfeldbeurteilung und Umfrageresultate zeigen neben Schwachstellen insgesamt ein positives Bild. Die Auftritte der kantonalen Verwaltung in den sozialen Medien werden stark beachtet. Vor allem das Angebot auf Facebook und Twitter an Wahl- und Abstimmungswochenenden wird sehr geschätzt. Im Vergleich mit anderen Kantonsangeboten bewegt sich der Kanton Zürich in einer aktiven Spitzengruppe. Der Regierungsrat hat nach dem Pilotjahr entschieden, die Auftritte in einen definitiven Betrieb mit entsprechenden Rahmenbedingungen überzuführen. Der Regierungsrat verabschiedete weiter eine Strategie für das künftige Engagement der kantonalen Verwaltung in den sozialen Medien. Im Vordergrund der Strategie steht die Frage nach dem Inhalt. Für eine erfolgreiche Kommunikation der Verwaltung in sozialen Medien ist entscheidend, dass die Informationen so glaubwürdig und authentisch sind wie auf den bisherigen Informationskanälen.

Im Laufe des Pilotjahrs neun Accounts aufgeschaltet

Während dem Pilotjahr wurde auf zwei Plattformen, Facebook und Twitter, je ein kantonaler Account aufgebaut. Kantonspolizei und Zürcher Verkehrsverbund erstellten im Verlauf des Pilotjahrs als bezüglich Kommunikation selbständig auftretende kantonale Stellen ebenfalls einen Facebook-Auftritt. Die Direktionen konnten entscheiden, ob sie oder eine ihrer Amtsstellen einen Twitter betreiben wollen. Fünf Organisationseinheiten machten von dieser Möglichkeit Gebrauch. Der Stand Ende Pilotjahr weist insgesamt neun Accounts aus:

www.facebook.com/kantonzuerich
www.facebook.com/PolizeiZH
www.facebook.com/zvvnews
twitter.com/kantonzuerich
twitter.com/gd_zuerich
twitter.com/vd_zuerich
twitter.com/AWAZurich
twitter.com/afvzuerich
twitter.com/zvvnews

Livestreaming der Medienkonferenzen des Regierungsrates

Im Pilotjahr wurden unter www.zh.ch/live neu zehn Medienkonferenzen des Regierungsrates live gestreamt und zuvor jeweils über Twitter und Facebook sowie das Internetportal angekündigt. Aufgrund des gestreamten Datenvolumens kann darauf geschlossen werden, dass die Filme bei der Bevölkerung auf Interesse stossen. Angesichts der immer wichtigeren Visualisierung politischer Themen hat der Regierungsrat beschlossen, das Live-Streaming seiner Medienkonferenzen weiterzuführen.

Direktionsübergreifende Arbeitsgruppe Social Media mit Weiterentwicklung beauftragt

Die bestehende direktionsübergreifende Arbeitsgruppe Social Media wird weitergeführt. Zum Auftrag der Arbeitsgruppe gehören u.a. die Entwicklung eines Social Media-Konzepts, die interne und externe Bekanntmachung des aktuellen Angebots sowie die Unterstützung beim Aufbau eines Ausbildungsangebots zusammen mit dem Personalamt, die Betreuung der Social Media-Guidelines, die Beobachtung der Weiterentwicklung der sozialen Medien und neuer Angebote. Die Verantwortung für die Umsetzung der Strategie übertrug der Regierungsrat der Staatskanzlei.

Im zu erstellenden Social Media-Konzept sind die konkreten Massnahmen und deren Umsetzung darzustellen. Weiter sollen die Rahmenbedingungen für den Einsatz von zusätzlichen Plattformen aufgeführt werden. Auf gewissen Plattformen sind auch ohne das Dazutun des Kantons bereits Inhalte über Zürich vorhanden, - dies bedingt deshalb im Minimum eine aktive Beobachtung. Sofern weitere Plattformen an Bedeutung gewinnen (z.B. Google+, Pinterest, Kununu, etc.) soll ein Auftritt des Kantons sowie deren Bewirtschaftung durch die Arbeitsgruppe Social Media geprüft werden.

Social Media-Guidelines verabschiedet

Zusammen mit der Strategie hat der Regierungsrat auch Social Media-Guidelines für die kantonale Verwaltung verabschiedet. Diese sind notwendig als Richtlinien für das Verhalten der Mitarbeitenden auf den Plattformen der sozialen Medien. Sie betonen die Eigenverantwortung und legen die Verpflichtungen dar. Im Übrigen gilt auch im Social Media-Bereich das kantonale Personalgesetz. Die Richtlinien werden im Intranet veröffentlicht, den mit Aufgaben in den sozialen Medien beauftragten Mitarbeitenden zugestellt und den neueintretenden Mitarbeitenden ausgehändigt. Es wird weiter zu prüfen sein, ob die noch aktuellen Inhalte der Internet- und E-Mail-Verordnung in das Personalrecht integriert werden können.


Der Regierungsratsbeschluss Nr. 748/2012 ist unter www.rrb.zh.ch verfügbar.


Weitere Informationen finden Sie hier.

(Medienmitteilung des Regierungsrates)

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