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Neuauflage des kantonalen Förderprogramms Energie: verstärkte Förderung für energetische Sanierungen
Seit anfangs Jahr unterstützt das schweizweite Gebäudeprogramm der Kantone und des Bundes energietechnische Verbesserungen der Gebäudehülle. Zusätzlich fördert der Kanton Zürich die Abwärmenutzung und den Einsatz erneuerbarer Energien. Finanziert wird die erweiterte Förderung durch die Teilzweckbindung der CO2-Abgabe des Bundes und dem vom Kantonsrat beschlossenen Rahmenkredit.

Die Verbesserung der Energieeffizienz und die verstärkte Nutzung erneuerbarer Energien im Gebäudebereich sind zentrale Elemente der kantonalen Energiestrategie. Mehr als die Hälfte des kantonalen Ausstosses an Kohlendioxid (CO2) resultiert aus der Verbrennung von Heizöl und Erdgas zur Gebäudeheizung und Warmwasserbereitung. Im kantonalen Energiegesetz ist eine Reduktion des CO2-Ausstosses von heute durchschnittlich 6 Tonnen pro Kopf der Bevölkerung und Jahr auf 2,2 Tonnen festgelegt. Dieses langfristige, für das Jahr 2050 fixierte Ziel bedeutet für den Gebäudebereich, dass sehr viele Gebäude energietechnisch saniert werden müssen. Bei tieferem Energiebedarf ist auch die Nutzung erneuerbarer Energien zweckmässig und kostengünstig.

Das Förderprogramm 2009 – ein voller Erfolg

Bereits im Jahr 2009 hat der Kanton – auch zum Zweck der Konjunkturstabilisierung – das Förderprogramm Energie stark ausgebaut. Die verstärkten Anreize haben Wirkung gezeigt: Für mehr als 1700 Projekte konnten im Jahr 2009 Förderbeiträge gesprochen werden. Insgesamt sind Mittel im Umfang von mehr als 21 Millionen Franken verpflichtet.

Weiterführung und punktueller Ausbau

Seit anfangs Jahr werden die Verbesserung der Wärmedämmung an Wand, Dach und Boden, der Ersatz von Fenstern mit hochwertigen Fensterkonstruktionen und Gebäudesanierungen im Minergie-Standard unterstützt. Beiträge erhalten auch Ersatzneubauten im Minergie-P-Standard, thermische Solaranlagen, der Ersatz von Elektrowiderstandsheizungen durch Wärmepumpen mit Erdsonden sowie Wärmezähler und Heizkostenverteilgeräte. Förderbeiträge können auch an die Abwärmenutzung aus industriellen Anlagen, grosse Holzfeuerungen sowie Grossanlagen zur Nutzung von Umweltwärme ausgerichtet werden.

Gebäudemodernisierung jetzt besonders interessant

Die Förderbeiträge betragen bis zu 20 Prozent der Investitionskosten. Zusammen mit den steuerlichen Abzugsmöglichkeiten der Investitionen und den aktuell sehr tiefen Hypothekarzinsen sind energietechnische Sanierungen heute wirtschaftlich besonders interessant. Die zentrale Informations- und Anlaufstelle für das Gebäudeprogramm ist die Internetseite www.dasgebaeudeprogramm.ch. Dort findet sich ein direkter Link zum kantonalen Förderprogramm und zu den Gesuchsformularen. Energetische Gebäudemodernisierungen müssen gut überlegt und sorgfältig geplant sein. Die anfangs 2009 gestartete Aktion «jetzt – energetisch modernisieren» bietet hier Hilfe (www.energetisch-modernisieren.ch). Auch Informationsveranstaltungen in den Gemeinden und eine vergünstigte Energieberatung zeigen den Weg für erfolgreiche Gebäudeerneuerungen auf.

Finanzierung durch Bund und Kanton

Die energetische Erneuerung von Fassaden, Dach und Fenster werden aus der vom Bund auf anfangs Jahr eingeführten Teilzweckbindung der CO2-Abgabe finanziert. Die übrigen Förderbereiche werden von Bund und Kanton Zürich gemeinsam finanziert. Der Kantonsrat hat dazu einen Rahmenkredit von insgesamt 32 Millionen Franken für die Jahre 2010 bis 2013 gesprochen.

Förderprogramm Energie im Kanton Zürich ab 2010

 

  • Wärmedämmung an Wand, Dach, Boden sowie Fensterersatz
  • Gebäudesanierungen im Minergie-Standard
  • Ersatzneubauten im Minergie-P-Standard
  • Thermische Solaranlagen
  • Ersatz von Elektro-Widerstandsheizungen mit Erdsonden-Wärmepumpen bis 40 kW Heizleistung
  • Wärmezähler und Heizkostenverteiler für die verbrauchsabhängige Wärmekostenabrechnung in bestehenden Gebäuden
  • Grosse Holzfeuerungen (ab 300 kW Leistung)
  • Grossanlagen zur Nutzung von Abwärme und Umweltwärme aus Abwasser, Oberflächengewässer und Grundwasser
  • Direkte Nutzung von geothermischer Energie ohne Einsatz von Wärmepumpen
  • Ergänzung und Verdichtung von Wärmenetzen
Ansprechperson für Medien heute Dienstag, 9. Februar 2010, von 10.30 bis 12 Uhr:
Sven Frauenfelder, Abteilung Energie, AWEL Amt für Abfall, Wasser, Energie und Luft der Baudirektion, Telefon 043 259 30 13
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(Medienmitteilung der Baudirektion vom 9.2.2010)
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